Wissen

Glossar

Die wichtigsten Begriffe aus Architekturvisualisierung, Rendering und Vermarktung einfach erklärt.

3D-Modell

Digitales, dreidimensionales Abbild eines Gebäudes oder Innenraums. Es bildet die technische Basis für Visualisierungen und Animationen.

Aussenvisualisierung

Fotorealistische Darstellung der Gebäudehülle samt Umgebung, Vegetation, Licht und Kontext für Vermarktung und Präsentation.

Innenvisualisierung

Darstellung von Innenräumen mit Materialien, Möblierung und Lichtstimmung, damit Raumwirkung und Atmosphäre früh erlebbar werden.

Grey Stage

Frühe Vorstufe einer Visualisierung mit neutralen Materialien. Dient zur Freigabe von Perspektive, Bildausschnitt und Proportionen.

Rendering

Technischer Prozess, bei dem aus dem 3D-Modell ein finales Bild oder Video berechnet wird, inklusive Licht, Schatten, Reflexionen und Details.

Postproduktion

Nachbearbeitung des gerenderten Bildes, z. B. Kontrast, Farblook, Himmel, Menschen oder Feindetails für ein überzeugendes Endergebnis.

Fotomontage

Kombination eines Renderings mit einem realen Foto, oft bei Drohnenaufnahmen. Ideal zur realistischen Einbettung von Neubauprojekten.

Drohnenaufnahme

Luftbild, das als Basis für Aussenvisualisierungen und Fotomontagen genutzt wird, um Topografie und Nachbarschaft korrekt darzustellen.

Materialisierung

Definition von Oberflächen wie Holz, Beton, Metall oder Glas im 3D-Modell. Entscheidend für Wirkung, Wertigkeit und Realismus.

Lichtstimmung

Gezielte Inszenierung von Tageszeit und Beleuchtung (Tag, Dämmerung, Nacht), um Emotion, Architektur und Verkaufswirkung zu steuern.

Kameraperspektive

Festlegung des Blickwinkels für ein Rendering. Eine gute Perspektive zeigt Architektur klar und stärkt die Vermarktungsbotschaft.

3D-Grundriss

Dreidimensional aufbereiteter Grundriss mit Möblierung und Raumfunktion, der Orientierung und Verständnis bei Interessenten verbessert.

CGI

Abkürzung für Computer Generated Imagery. Bezeichnet digital erzeugte Bilder oder Animationen in hoher visueller Qualität.

Auflösung (4K)

Angabe zur Bildgrösse und Detailtiefe. Höhere Auflösungen sind wichtig für Exposés, Grossflächen, Webseiten und Präsentationen.

Revision / Korrekturschleife

Geplante Feedback-Phase zur Anpassung von Perspektive, Material, Licht oder Möblierung vor der finalen Freigabe.

Virtual Staging

Digitale Möblierung leerer Räume für eine bessere räumliche Vorstellung und stärkere emotionale Ansprache in der Vermarktung.

Architekturvisualisierung

Überbegriff für die visuelle Darstellung geplanter Architekturprojekte als Bild, Film, interaktive Szene oder Panorama.

Immobilienvisualisierung

Visualisierungen mit Fokus auf Verkauf und Vermietung von Neubauprojekten, Stockwerkeigentum oder Anlageobjekten.

Wettbewerbsvisualisierung

Visuelle Aufbereitung für Architekturwettbewerbe, um Entwurfsidee, Kontext und Atmosphäre klar zu kommunizieren.

Moodboard

Sammlung von Referenzen für Material, Farbe, Stil und Stimmung als kreative Leitplanke für die Visualisierung.

Look & Feel

Visuelle Gesamtwirkung eines Projekts, geprägt durch Licht, Materialität, Farbklima und Bildkomposition.

Compositing

Zusammenführung mehrerer Bildebenen zu einem finalen Ergebnis, z. B. Architektur, Himmel, Vegetation und Personen.

Color Grading

Gezielte Farbkorrektur zur Steuerung von Stimmung, Markenwirkung und visueller Konsistenz im gesamten Projekt.

Depth of Field

Schärfentiefe-Effekt, bei dem nur bestimmte Bildbereiche scharf sind, um Blickführung und Realismus zu erhöhen.

Global Illumination

Berechnung indirekter Lichtreflexionen für glaubwürdige Lichtverteilung und natürliche Raumwirkung im Rendering.

HDRI

Hochdynamisches Umgebungsbild für realistische Licht- und Spiegelungsinformationen in Innen- und Aussenrenderings.

Textur

Bild- oder Materialinformation, die Oberflächenstruktur, Farbe und Charakter von Objekten digital definiert.

Bump Map

Texturkarte für feine Oberflächenunebenheiten ohne zusätzliche Geometrie, z. B. Putz, Holzmaserung oder Steinstruktur.

Normal Map

Map zur Simulation komplexer Oberflächendetails über Lichtverhalten, häufig für effizientere Renderings eingesetzt.

PBR-Material

Physically Based Rendering-Material mit realitätsnahen Parametern für Metall, Rauheit, Reflexion und Lichtreaktion.

Polygonzahl

Anzahl geometrischer Flächen im 3D-Modell. Beeinflusst Detailgrad, Performance und Renderzeit.

LOD (Level of Detail)

Technik mit mehreren Detailstufen eines Modells, um Qualität und Effizienz je nach Blickdistanz zu optimieren.

Renderfarm

Verbund mehrerer Rechner zur parallelen Berechnung grosser Bild- und Animationsprojekte in kürzerer Zeit.

Renderzeit

Dauer, die eine Maschine für die Berechnung eines Bildes oder Frames benötigt; abhängig von Szene, Licht und Auflösung.

Batch-Rendering

Automatisierte Ausgabe mehrerer Bilder oder Kameras in einem Durchlauf für effizientere Projektabwicklung.

Kamerafahrt

Animierter Kameraverlauf durch oder um ein Objekt, um Raumsequenzen und Architekturfluss dynamisch zu zeigen.

360°-Panorama

Rundumbild, das interaktiv betrachtet werden kann und eine immersive Raumwahrnehmung ermöglicht.

Virtual Reality (VR)

Eintauchen in ein digitales Modell per Headset, um Räume in echter Grössenwirkung und Perspektive zu erleben.

Augmented Reality (AR)

Erweiterung der realen Umgebung um digitale Inhalte, z. B. Gebäudevolumen auf dem Baufeld via Smartphone oder Tablet.

Whitebox

Rohmodell ohne finale Materialien zur schnellen Überprüfung von Volumen, Raumaufteilung und Blickbeziehungen.

Bestandesmodell

3D-Modell eines bestehenden Gebäudes als Grundlage für Umbau-, Sanierungs- oder Erweiterungsvisualisierungen.

As-Built-Daten

Plan- oder Modelldaten, die den tatsächlich ausgeführten Bauzustand dokumentieren und für Folgeschritte nutzbar machen.

BIM

Building Information Modeling: datenbasiertes Planungsmodell mit Geometrie und Zusatzinformationen über Bauteile.

IFC

Offenes Austauschformat für BIM-Daten, damit Modelle softwareübergreifend übernommen und weiterbearbeitet werden können.

DWG

Verbreitetes CAD-Dateiformat für Grundrisse, Schnitte und Ansichten, häufige Basis für Modellierung und Visualisierung.

ArchiCAD

BIM-Software für Architekturplanung; Modelle und Pläne daraus dienen oft als Input für Visualisierungsprojekte.

Revit

BIM-Planungssoftware, aus der Geometrie und Bauteilinformationen für Renderings und Animationen übernommen werden.

SketchUp

3D-Modellierungssoftware, oft in frühen Entwurfsphasen genutzt und für hochwertige Renderings weiterverarbeitet.

Exposé-Visual

Marketingbild für Verkaufsunterlagen, Portale und Broschüren mit Fokus auf Emotionalität und Klarheit.

Vermarktungsphase

Projektphase, in der Visualisierungen primär für Leadgenerierung, Verkauf, Vermietung und Investorenkommunikation eingesetzt werden.

Bildsprache

Visueller Stil eines Projekts, abgestimmt auf Zielgruppe, Markenauftritt und Kommunikationsziel.

Storytelling-Visualisierung

Inszenierung mit Nutzungsszenen, Personen und Atmosphäre, um ein Projekt emotional und nachvollziehbar zu vermitteln.

Hero-Rendering

Hauptbild einer Kampagne oder Projektseite, das die stärkste visuelle Aussage und höchste Aufmerksamkeit erzeugen soll.

Nutzungsrechte

Vertraglich geregelte Rechte für die Verwendung der Visualisierungen in Web, Print, Social Media und Vermarktungsmedien.